Samsung bereitet das endgültige Aus für seinen hauseigenen Nachrichtendienst auf Galaxy-Smartphones und Tablets vor. Betroffene Anwender müssen sich daher in Kürze nach alternativen Wegen umsehen, um auf ihren mobilen Geräten personalisierte Schlagzeilen und Artikel zu erhalten.

Der südkoreanische Technologiekonzern strafft damit sein Software-Portfolio und trennt sich von einem langjährigen Systembestandteil, der im Laufe der Jahre mehrere Namenswechsel durchlaufen hatte.

Abschaltung im Dezember 2026

Wie aus Berichten des Fachportals „SamMobile“ hervorgeht, wird das Angebot am 21. Dezember 2026 um 00:00 Uhr (UTC) komplett abgeschaltet. Erste In-App-Mitteilungen in Südkorea und Indien kündigten den Schritt bereits an und informierten die Anwender über das bevorstehende Ende.

Die Einstellung betrifft dabei nicht nur die eigenständige Anwendung, sondern das gesamte System rund um den Nachrichten-Feed:

  • Die dedizierte Samsung-News-App
  • Das zugehörige Bildschirm-Widget
  • Die integrierte Medienübersicht direkt auf dem Startbildschirm

Nach dem Stichtag löscht der Hersteller sämtliche abgespeicherten Profile, Voreinstellungen und Personalisierungsdaten der Nutzer. Ausnahmen von dieser Löschung gibt es lediglich in Regionen, in denen gesetzliche Aufbewahrungspflichten eine zeitweilige Speicherung vorschreiben.

Eine lange Historie und die Hintergründe

Mit der Abschaltung beendet Samsung ein Feed-Konzept, das seine Anfänge im Jahr 2017 als Bixby Home nahm. Im Laufe der Zeit wurde der Informationsdienst mehrfach umbenannt und wanderte über die Zwischenstationen Samsung Daily und Samsung Free schließlich zur heutigen Form als Samsung News.

Fachleute werten diesen Schritt als Maßnahme des Konzerns, das eigene Software-Angebot zu entschlacken und weniger stark genutzte Werkzeuge aus dem System zu entfernen. Ob Samsung künftig eine gänzlich neue Anwendung als direkten Nachfolger plant, hat das Unternehmen bislang nicht bekannt gegeben.

Alternativen für den Startbildschirm

Wer den Nachrichten-Feed auf dem Startbildschirm gewohnt ist, muss nach der Abschaltung nicht zwangsläufig leer ausgehen. Laut dem Samsung-Support steht auf vielen Galaxy-Geräten bereits Google Discover als integrierte Alternative zur Verfügung.

Der Dienst zeigt personalisierte Beiträge aus unterschiedlichen Themenbereichen wie Nachrichten, Sport, Technik und Unterhaltung an. Welche Inhalte konkret ausgespielt werden, orientiert sich im Wesentlichen an den Interessen und der bisherigen Nutzung des verknüpften Google-Kontos.

Allerdings ist Google Discover nicht flächendeckend auf jedem Endgerät verfügbar. Ob die Funktion bereitsteht, kann laut Samsung je nach Modell, Mobilfunkanbieter und jeweiligem Land variieren. Wer den Feed überhaupt nicht auf dem Startbildschirm wünscht, hat zudem die Möglichkeit, die entsprechende Ansicht auf dem Gerät vollständig zu deaktivieren.