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Hinweis: Die Information in der zugrundeliegenden Meldung über den Verbleib der bulgarischen Vizepräsidentin Iljana Jotowa im Amt konnte nicht unabhängig verifiziert werden. Der folgende Text beleuchtet daher ausschließlich den allgemeinen politischen Hintergrund und die institutionelle Rolle des Amtes in Bulgarien.

Das Amt der Vizepräsidentschaft in Bulgarien

Nach der bulgarischen Verfassung wird der Vizepräsident gemeinsam mit dem Staatspräsidenten im selben Ticket direkt vom Volk für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Das Staatsoberhaupt und sein Stellvertreter bilden eine institutionelle Einheit, die vor allem repräsentative Aufgaben wahrnimmt, aber auch wichtige verfassungsmäßige Befugnisse besitzt.

Verfassungsrechtliche Rolle und Befugnisse

Zu den zentralen Aufgaben des Vizepräsidenten gehört die Unterstützung des Präsidenten bei der Ausübung seiner staatlichen Pflichten. Die Verfassung sieht zudem vor, dass der Vizepräsident das Amt des Staatsoberhauptes übernimmt, wenn der Präsident dauerhaft an der Ausübung seiner Geschäfte gehindert ist – etwa durch Rücktritt, Amtsenthebung oder Tod. Darüber hinaus entscheidet das Vizepräsidialamt über Gnadengesuche, die Gewährung von Asyl sowie über Fragen im Zusammenhang mit der bulgarischen Staatsbürgerschaft.