Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie: IG Metall erhöht Druck

Seit Montag gibt es Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland. Tausende Beschäftigte haben sich auf die Straße begeben, um ihre Forderungen nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die IG Metall hat 96 Unternehmen aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, darunter die Airbus-Standorte in Hamburg, Stade und Nordenham, die Meyer Werft in Papenburg und Siemens Gamesa in Cuxhaven.

Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung, jeweils mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite hat ein Gegenangebot vorgelegt, das von der IG Metall als Provokation abgelehnt wurde. Der Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, Volker Schmidt, argumentiert, dass die wirtschaftliche Lage der Unternehmen keinen Spielraum für höhere Löhne lasse.

Die Streiks werden am Donnerstag ihren Höhepunkt erreichen, als in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen Warnstreiks stattfinden. In Osnabrück haben bereits etwa 2.000 Menschen am Mittwoch auf die Straße gegangen, darunter Beschäftigte aus den Werken von KME und VW.

Die IG Metall hält an ihren Forderungen fest und kritisiert die Arbeitgeberseite für ihre Gleichgültigkeit gegenüber der Lebenswirklichkeit der Beschäftigten. Die Gewerkschaft hat weitere Warnstreiks für die kommenden Tage angekündigt.