Bundeskanzler Merz hofft auf Wiedervereinigung Koreas
Bundeskanzler Friedrich Merz hat während seiner Asienreise die innerkoreanische Grenze besucht und an die deutsche Wiedervereinigung vor 36 Jahren erinnert. An der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea betonte er, wie sehr ein Land unter einer Teilung leide und wie stark der Wunsch nach Einheit sei. Merz sagte, er sei in Seoul mehrfach auf die deutschen Erfahrungen mit der Wiedervereinigung angesprochen worden.
Die koreanische Halbinsel ist seit der Teilung geteilt, wobei der Norden autoritär von Kim Jong-un regiert wird, während der Süden eine Demokratie ist. Die Grenze verläuft entlang des 38. Breitengrades und ist eine der am stärksten gesicherten der Welt. Merz besichtigte eine der blauen Baracken, durch deren Mitte die Grenze verläuft. Dort haben 2018 der damalige südkoreanische Präsident Moon Jae-in und Kim Jong-un einen historischen Handschlag ausgetauscht.
Trotz der aktuellen Spannungen zwischen beiden Staaten betonte Merz die Bedeutung der deutschen Erfahrungen für Südkorea. Er verwies darauf, dass die Sicherheit Koreas und Europas eng miteinander verknüpft sei. Deutschland unterstützt die Überwachung des Waffenstillstands auf der Halbinsel durch zwei Offiziere im US-geführten United Nations Command. Merz rief dazu auf, nicht die Hoffnung auf eine mögliche Wiedervereinigung zu verlieren, auch wenn diese derzeit unwahrscheinlich erscheint.

