Milde Strafe für Cristiano Ronaldo nach vorzeitiger Abreise aus Portugals Nationalteam

Der portugiesische Fußballverband (FPF) hat den 41-jährigen Superstar Cristiano Ronaldo nach dessen unerlaubtem Verlassen des Nationaltrips mit einer überraschend geringen Sanktion belegt. Wie der Disziplinarrat am Montag mitteilte, wurde die am 9. Oktober eröffnete Untersuchung abgeschlossen und der Vorwurf eines vorsätzlichen Verstoßes gegen Artikel 160 der Disziplinarordnung voll bestätigt.

Ronaldo muss für den Vorfall eine Geldstrafe von lediglich 255 Euro zahlen. Angesichts seines geschätzten wöchentlichen Verdienstes von rund vier Millionen Euro beim saudi-arabischen Klub Al-Nassr entspricht diese Summe in etwa seinem Verdienst von knapp einer halben Minute. Zusätzlich verhängte der Verband eine Sperre von 30 Tagen, die jedoch rückwirkend mit seiner vorläufigen Suspendierung am 30. September begann. Dadurch hat der Rekordnationalspieler den Großteil der Strafe bereits abgesessen und steht für das nächste Nations-League-Spiel der Portugiesen gegen Dänemark am 14. November wieder zur Verfügung.

Hintergrund der disziplinarischen Maßnahme war Ronaldos überstürzter Abgang aus dem Trainingslager des Europameisters von 2016. Nach dem Nations-League-Auswärtsspiel in Norwegen (2:1) hatte Nationaltrainer Jorge Jesus angekündigt, den Angreifer erneut nur als Ersatzspieler einzusetzen, woraufhin Ronaldo das Camp vorzeitig verließ. In einem Schreiben entschuldigte sich der Stürmer im Anschluss bei seinen Teamkollegen sowie den Fans für sein Verhalten.