Nach dem schweren Zugunglück mit 69 Toten in Spanien hat Verkehrsminister Óscar Puente die Konsequenzen gezogen und ist von seinem Amt zurückgetreten. Zudem zieht er sich von der Kandidatenliste für die vorgezogene Parlamentswahl Ende November zurück.

Rücktritt nach schweren Zugunglücken innerhalb eines Jahres

Der spanische Minister für Verkehr und nachhaltige Mobilität, Óscar Puente, erklärte seinen Rücktritt. Zur Begründung betonte er, dass ein Verkehrsminister in einem Land wie Spanien nicht im Amt bleiben könne, wenn es innerhalb eines Jahres zu zwei so schweren Unfällen gekommen ist. Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte auf der Plattform X, Puente sei aus Würde, Respekt vor den Opfern und eigenem Antrieb zurückgetreten.

Der Rücktritt erfolgt knapp vier Wochen vor der vorgezogenen Parlamentswahl. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte diese für den 29. November angesetzt. Seine Minderheitsregierung steht nach dem Unglück massiv in der Kritik.

Politische Folgen vor der Wahl

Vor dem Rücktritt waren nach Angaben aus dem Ministerium Untersuchungen begonnen und Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer und Verbesserung der Bahnsicherheit getroffen worden. Neben seinem Rücktritt vom Ministeramt verzichtet Óscar Puente auch auf seine Kandidatur für die vorgezogene Parlamentswahl.