US-Zwischenwahlen: Wie Donald Trump Zweifel an der Demokratie sät

In den Vereinigten Staaten hält das tief sitzende Misstrauen gegenüber dem Wahlsystem an. Seit Jahren zieht der gewählte Republikaner Donald Trump die Glaubwürdigkeit von US-Wahlen in Zweifel und erkennt seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2020 bis heute nicht an. Diese anhaltenden Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug prägen auch das politische Klima bei den aktuellen Midterms (Zwischenwahlen).

Besonders unter Anhängern der Republikanischen Partei ist das Vertrauen in die Integrität von Abstimmungen stark gesunken. Exemplarisch dafür steht der US-Bundesstaat Nevada, wo einige Trump-Unterstützer die dortigen Ergebnisse von 2020 bis zum heutigen Tag nicht anerkennen wollen. DW-Korrespondentin Michaela Küfner ging vor Ort der Frage nach, wie sich diese Skepsis auf die Demokratie auswirkt. Im Rahmen ihrer Recherchen sprach sie mit Wahlbeobachtern, verantwortlichen Beamten sowie Experten für das Wahlrecht.

Die Debatte dreht sich dabei nicht nur um die Frage, ob es bei Abstimmungen tatsächlich zu organisatorischen Ungereimtheiten kommen könnte, sondern vor allem darum, dass weite Teile der Bevölkerung prinzipiell an einer systematischen Manipulation der Ergebnisse glauben. Wenn Wähler und beteiligte Politiker das Vertrauen in ordnungsgemäß ermittelte Wahlergebnisse verlieren, sehen Beobachter die Stabilität der demokratischen Institutionen in den USA ernsthaft gefährdet.