Angesichts ausbleibender Bundesmittel für eine humanitäre Geste haben polnische Opferverbände einen dringenden Hilferuf an die deutsche Zivilgesellschaft gerichtet. Der am Donnerstag (05.11.2026) von der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ veröffentlichte Appell richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen, da offizielle Zusagen der Bundesregierung im aktuellen Haushaltsentwurf 2027 fehlen.
Während die Bundesregierung eine formelle Entscheidung über finanzielle Mittel bislang schuldig bleibt, sehen die Grünen im Haushaltsausschuss noch eine letzte Chance für eine politische Wende. Erste private Spendenaktionen der Stiftung brachten in den vergangenen Monaten bereits über 35.000 Euro ein, die direkt an hilfsbedürftige Überlebende ausgezahlt wurden. Vertreter der Opferverbände betonen jedoch, dass die Zeit drängt, da die Zahl der noch lebenden Zeitzeugen rapide abnimmt.

