Geleakte AfD-Mails: So deutlich distanzierte sich Alice Weidel einst von Höcke Geleakte AfD-Mails: So deutlich distanzierte sich Alice Weidel einst von Höcke

Die Enthüllung erfolgte durch ein Datenleck, das die Mailverbindungen des AfD-Parteivorstands betrifft. Darin wird dokumentiert, dass Weidel sich in einem internen Schreiben klar von Hückes Position abgrenzte und eine eigenständige, marktwirtschaftlichere Linie vertrat, während Höcke inhaltlich und strategisch weiter auf den Pegida-Ankerkurs setzte. Die Mails zeigen zudem, dass die beiden Parteivorsitzenden über die Frage diskutierten, ob die AfD bundesweit stärker in die rechtsnationale Ecke rücken oder sich breiter positionieren sollte.

Die Veröffentlichung der Mails löste erhebliche Reaktionen aus. AfD-Mitglieder äußerten sich besorgt und empört über die Offenlegung ihrer internen Kommunikation. Politikwissenschaftler werteten die Mail-Dokumentation als Beleg für die parteipolitische Dynamik innerhalb der AfD, die Weidel und Höcke seit Jahren uneins sei. Der Leak illustriert auch, wie parteiintern Streitigkeiten nach außen dringen können, bevor sie offiziell publik werden.

Für die Leser ist die Geschichte relevant als Einblick in die Führungsstruktur der AfD und die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Co-Parteivorsitzenden. Die Mails zeigen, dass Weidel einst eine klarere wirtschaftsliberale Orientierung vertrat, die sie von Höckes umstrittenem Pegida-Ankerkurs unterschied. Die Brisanz liegt darin, dass die internen E-Mails nun öffentlich werden und die parteipolitischen Differenzen zwischen den führenden Köpfen der AfD verdeutlichen.