Nach bundesweiten Jugendprotesten der Initiative „Gen Z regelt“ ist es in Frankfurt am Main sowie in weiteren deutschen Städten zu schweren Gewaltexzessen gekommen. Politiker zeigten sich tief bestürzt und kündigten harte Konsequenzen an.

Gewalt und Ausschreitungen nach friedlichen Protesten

Zehntausende junge Menschen hatten sich zuvor an bundesweiten Kundgebungen beteiligt, zu denen der lose Zusammenschluss „Gen Z regelt“ aufgerufen hatte. Die Initiative setzt sich über soziale Medien unter anderem für mehr Geld für Schulen, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten ein. Während die eigentlichen Proteste zunächst weitgehend friedlich verliefen, kam es vor allem in der Frankfurter Innenstadt nach deren Ende zu massiven Ausschreitungen.

Randalierer attackierten Einsatzkräfte der Polizei gezielt mit Molotowcocktails, Pyrotechnik und Flaschen. Zudem schlugen die Angreifer die Fensterscheiben mehrerer Geschäfte ein, darunter auch die eines Waffenladens, und es kam zu Plünderungen. Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot, bei dem Wasserwerfer, gepanzerte Fahrzeuge, Hubschrauber und Drohnen zum Einsatz kamen. Im Zuge dessen wurden zahlreiche Personen vorläufig festgenommen. Ähnliche gewalttätige Szenen ereigneten sich auch in Berlin, Hamburg und Köln.

Politische Reaktionen und Distanzierung der Organisatoren

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) zeigte sich schockiert über die Vorfälle und betonte, dass die Taten nicht ohne Folgen bleiben würden. Wer sich so verhalte, stelle sich außerhalb der Gesellschaft. Hessens Innenminister Roman Poseck sprach von einer „verheerenden Verbindung von Linksextremisten und gewalttätigen jungen Menschen“.

Die Initiative „Gen Z regelt“ distanzierte sich auf Instagram scharf von den Ausschreitungen. Ein Sprecher erklärte, man habe auf das Geschehen nach dem Ende der Kundgebungen keinen Einfluss gehabt und stehe ausschließlich für friedlichen Protest sowie demokratische Werte. Trotz der Vorfälle plant die Gruppierung bereits die nächsten Schritte: In drei Wochen will sie sich an europaweiten Protesten und einem Internationalen Jugendstreiktag beteiligen.