US-Präsident Donald Trump hat Russland in einer Äußerung vor dem Weißen Haus eine Zurückhaltung in Bezug auf die Ukraine attestiert. Gegenüber Reportern erklärte er am Montag, Russland habe in dem Konflikt „nicht viel unternommen“. Beobachter und Kritiker wiesen darauf hin, dass diese Darstellung anhaltende russische Angriffe auf Zivilisten, Infrastruktur und internationale Vorwürfe von Kriegsverbrechen ausblendet.
Kontext und politische Spannungen
Die Aussagen fielen im Zuge eines öffentlichen Streits zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Selenskyj hatte zuvor erklärt, er fühle sich von den USA unter Druck gesetzt, einem Kriegsende zugunsten Russlands zuzustimmen. Trump warnte daraufhin am Dienstag in Washington vor einem „sehr schlimmen“ Ausgang, sollte Selenskyj keine Bereitschaft zur Beendigung des Konflikts zeigen.
Die Ukraine wirft der US-Regierung vor, die Unterstützung zurückzufahren und etwa wichtige Abfangraketen für die Flugabwehr zurückzuhalten, während Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur ausweitet. Gleichzeitig führt der US-Unterhändler Steve Witkoff Gespräche mit der russischen Führung in St. Petersburg über mögliche Vorschläge für eine Friedenslösung.

