Aktuelle Daten und eine neue Zulassung im Juli 2026 rücken den Antikörper Benralizumab (Fasenra) bei eosinophilen Erkrankungen in den Fokus. Expertinnen haben die klinische Bedeutung für verschiedene Indikationen eingeordnet.
Eosinophile Granulozyten (EOS) spielen eine zentrale Rolle als Treiber bei mehreren schweren Krankheitsbildern, darunter das schwere eosinophile Asthma (SEA), die eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) und das hypereosinophile Syndrom (HES). Auch wenn sich diese Erkrankungen klinisch unterschiedlich präsentieren, verbindet sie die zugrundeliegende eosinophilengetriebene Entzündung.
Mit der Zulassung für das hypereosinophile Syndrom im Juli 2026 lässt sich das gezielte Wirkprinzip von Benralizumab nun bei einer weiteren seltenen Erkrankung anwenden. Dr. Anita D’Souza aus Hamburg und Prof. Dr. Juliana Schwaab aus Mannheim präsentierten und bewerteten dazu neue Erkenntnisse. Die Daten umfassen unter anderem Einblicke aus der Praxis zur Reduktion von Steroiden beim schweren eosinophilen Asthma sowie die Studienergebnisse, die der jüngsten HES-Zulassung zugrunde liegen.
