Borneo: Wie Orang-Utans vor Waldbränden gerettet werden
Auf Borneo und Sumatra wüten heftige Waldbrände seit Juli. Durch das starke El-Niño-Wetterphänomen könnten die Feuer bis November andauern. Die Orang-Utans, die auf diesen beiden Inseln leben, sind besonders bedroht. Die Stiftung Yayasan Inisiasi Alam Rehabilitasi Indonesia (YIARI) in Ketapang, West-Kalimantan, setzt sich für die Rettung und Rehabilitation der Orang-Utans ein.
Die zunehmende Zahl an Rettungseinsätzen zeigt das Ausmaß der Krise. Seit August hat YIARI 49 Orang-Utans aufgenommen und versorgt damit inzwischen 90 Tiere. Die Freiwilligen von YIARI erkunden die abgebrannten Waldflächen mit Drohnen, um die Tiere aufzuspüren. Sie suchen nach den Tieren, die oft in den Plantagen vertrieben wurden, und fangen sie bei Bedarf ein, um sie in Sicherheit zu bringen.
Nach der Rettung werden die Orang-Utans in Transportkäfigen sicher zum Rehabilitationszentrum gebracht. Der Orang-Utan Sampurna wurde im August schwer atmend in einer Palmölplantage gefunden, starb jedoch weniger als zwölf Stunden nach seiner Rettung an schweren Atemwegsproblemen. Die Obduktion zeigte stark geschädigte Lungen, die denen eines starken Rauchers ähnelten.
YIARI beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter, darunter Feuerwehrleute und Tierärzte. Die Stiftung hat noch genügend Kapazitäten, um weitere Tiere aufzunehmen, doch solange die Brände unvermindert weiterwüten, bleibt ungewiss, wie lange das Zentrum dieser Aufgabe noch gewachsen ist.

