Hanoi: Nervenkitzel auf der Train Street

Ein Zug fährt nur Zentimeter an Cafés und Touristen vorbei: Hanois Train Street ist durch Social Media weltberühmt geworden. Mehrmals am Tag rollen die Züge durch das engste Viertel der vietnamesischen Hauptstadt, während Besucher aus aller Welt die enge Passage mit Kaffee und Selfies füllen. Was einst ein schmales Gassenweg in einem einfachen Stadtviertel war, hat sich zu einem der gefährlichsten – und lukrativsten – Touristenmagneten der Welt entwickelt.

Für die Anwohner ist die Train Street mehr als nur eine Attraktion: Sie ist eine Einkommensquelle. Cafés, Souvenirläden und small businesses haben sich entlang der Gleise angesiedelt, um von dem Andrang zu profitieren. Doch der Nervenkitzel hat seine Preis. Die Polizei undlokale Barbesitzer versuchen, das Treiben an den Gleisen zu kontrollieren, während Besucher oft die Sicherheitsregeln missachten – mit potenziell lebensgefährlichen Folgen.

Die Zukunft der Train Street ist ungewiss. Es gibt Pläne, die Gleisstrecke durch eine Schnellstraße zu ersetzen, was das Ende der heutigen Atmosphäre bedeuten würde. Bis dahin bleibt der Nervenkitzel – und die Gefahr – bestehen.