In Marseille hat ein Gerichtsverfahren zu schweren Ausschreitungen für Bestürzung gesorgt, nachdem die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe erhob und die Angeklagten den Gerichtssaal lachend verließen.

Die Staatsanwaltschaft in Marseille hat im Zusammenhang mit früheren Unruhen und Plünderungen in Frankreich schwere Anschuldigungen geäußert. Vor Gericht sprachen die Behördenvertreter von „bestialischen Plünderungen“, die während der gewaltsamen Proteste stattgefunden hatten. Das Verfahren beleuchtet die Begleiterscheinungen sozialer Unruhen und ziviler Unruhen im Land.

Für Empörung sorgte insbesondere das Verhalten der Beschuldigten nach dem Verhandlungsverlauf: Mehrere Angeklagte verließen den Gerichtssaal lachend. Der Vorfall wirft in der öffentlichen Debatte erneut Fragen zum Umgang mit Rechtsverstößen und den Herausforderungen für die Justiz und Sicherheitsbehörden in französischen Großstädten auf.