Bei den US-Kongresswahlen haben die Demokraten einen klaren Triumph errungen und überraschend die Mehrheiten in beiden Kammern des Parlaments übernommen.
Wie Daten der Nachrichtenagentur AP in der Nacht zum Mittwoch ergaben, sicherten sich die Demokraten neben dem Senat auch das Repräsentantenhaus. Ausschlaggebend für das Ergebnis bei den Midterms war eine breite Unzufriedenheit der Wählerschaft mit der Wirtschaftslage und den steigenden Preisen, für die viele Amerikaner Präsident Donald Trump und dessen Politik verantwortlich machten.
Besonders in traditionellen Republikaner-Hochburgen wie Texas, Kansas und South Carolina konnten demokratische Kandidaten Erfolge verbuchen. Die neuen Mehrheitsverhältnisse schränken den politischen Handlungsspielraum der Regierung für die verbleibende Amtszeit des Präsidenten stark ein. So erhalten die Demokraten unter anderem die Möglichkeit, Gesetzesvorhaben zu blockieren, Haushaltspläne zu erschweren und parlamentarische Untersuchungen einzuleiten.
Präsident Trump kündigte an, den Wahlausgang zu akzeptieren und die Zusammenarbeit mit den Demokraten zu suchen. Eine persönliche Verantwortung wies er jedoch zurück, da er selbst nicht auf dem Stimmzettel gestanden habe.

