US-Geheimdienste haben im Umfeld des US-Chipherstellers Nvidia Spionage-Alarm ausgelöst. Im Zentrum der Vorwürfe steht eine angebliche Verbindung zwischen Nvidia-Chef Jensen Huang und einer mutmaßlichen chinesischen Agentin.

Berichten zufolge soll die Geschäftsfrau Alice Huang, eine Führungskraft beim Nvidia-Kunden Megaspeed aus Singapur, vom chinesischen Ministerium für Staatssicherheit angeworben worden sein, um den Konzernchef auszuspionieren und Einfluss auf die US-Regierung auszuüben. Während US-Geheimdienstkreise und Medienberichte von einer intimen Beziehung sprechen, betont das Unternehmen Nvidia, es habe sich lediglich um geschäftliche Kontakte gehandelt.

Die US-Behörden werfen dem Unternehmen Megaspeed vor, amerikanische Exportkontrollen umgangen und fortschrittliche Nvidia-Chips nach China geschmuggelt zu haben. Zudem soll sich Jensen Huang persönlich bei US-Präsident Donald Trump dafür starkgemacht haben, den Export von H200-Chips an chinesische Kunden zu ermöglichen.

Der Vorwurf hat auch politische Konsequenzen: Drei republikanische Kongressabgeordnete haben den Nvidia-Chef für den 18. November zu einer nicht öffentlichen Anhörung vor mehreren Ausschüssen vorgeladen. Das Weiße Haus und die CIA lehnten Stellungnahmen zu dem Vorfall ab.