Angetrieben von einer Erholung bei Technologiewerten hat die Wall Street einen freundlichen Handelstag verzeichnet. Vor allem die Zuversicht rund um das Thema Künstliche Intelligenz und anstehende Quartalszahlen sorgten an den Märkten für Rückenwind.
Technologie- und Halbleiterwerte im Aufwind
Der US-Aktienmarkt profitierte am Dienstag spürbar von neuen Impulsen aus dem Technologie-Sektor. Insbesondere Details zum bevorstehenden Börsengang des KI-Unternehmens Anthropic verliehen der Branche frischen Schwung. Halbleiterwerte waren daraufhin stark gefragt und legten den dritten Tag in Folge zu.
Experten wiesen darauf hin, dass diese Papiere in den Wochen zuvor stark gelitten hatten und daher reif für eine Gegenbewegung waren. Zusätzliche Unterstützung lieferten Konjunkturdaten, die steigende Aufträge für Computer und Peripheriegeräte belegten.
Gemischtes Bild bei Einzelwerten
Nicht alle großen Tech-Konzerne profitierten jedoch von der optimistischen Grundstimmung:
- Meta: Die Facebook-Mutter stockte zur Finanzierung ihrer KI-Expansion eine Kapitalerhöhung auf die Rekordsumme von 97,5 Milliarden Dollar auf, woraufhin die Aktie um 1,6 Prozent nachgab.
- Boeing: Nach einem unerwartet hohen Quartalsverlust stürzte das Papier des Flugzeugbauers um 10,7 Prozent ab.
- Xylem: Das Wassertechnik-Unternehmen büßte nach einer Senkung der Jahresprognose 14,2 Prozent ein.
- UPS und Royal Caribbean: Der Paketdienstleister hob seine Gesamtjahresziele an und legte um 5,8 Prozent zu; der Kreuzfahrtbetreiber steigerte sich nach einer angehobenen Gewinnprognose um 5,5 Prozent.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert bei 52.378 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um 0,6 Prozent auf 7723 Zähler, während der technologielastige Nasdaq-Index um 1,2 Prozent auf 26.478 Punkte zulegte.
Blick auf die US-Notenbank und anstehende Bilanzen
Die laufende Zinssitzung der US-Notenbank Fed schien die Investoren derweil kaum zu beunruhigen. Marktbeobachter gehen überwiegend davon aus, dass die Währungshüter den Leitzins in der aktuellen Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent belassen und geldpolitische Schritte auf den Dezember verschieben werden – nicht zuletzt mit Blick auf die anstehenden Wahlen. Im weiteren Wochenverlauf richten sich die Blicke der Anleger vor allem auf die Quartalszahlen weiterer Tech-Schwergewichte wie Microsoft, Alphabet und Amazon.

