Frühe Anzeichen von Alzheimer: Studie zeigt, dass bestimmte Beschwerden Jahre vor der Diagnose auftreten

Eine finnische Studie hat herausgefunden, dass Menschen, die vor dem 65. Lebensjahr an Alzheimer erkranken, bestimmte Beschwerden bereits Jahre vor der Diagnose aufweisen. Besonders auffällig waren Probleme mit dem Gehör, wie Tinnitus und beidseitiger Hörverlust, die bereits sechs bis zehn Jahre vor der Diagnose häufiger dokumentiert wurden.

Die Forscher untersuchten die Krankengeschichten von 407 Alzheimer-Patienten und 4.035 gleichaltrigen Kontrollpersonen. In den fünf Jahren vor der Alzheimer-Diagnose waren bestimmte Beschwerden und Erkrankungen bei den später Erkrankten deutlich häufiger dokumentiert als bei Menschen ohne Alzheimer. Dazu gehörten Schlaganfälle, Epilepsie und bestimmte Hirnverletzungen.

Im Jahr unmittelbar vor der Alzheimer-Diagnose stieg die Zahl der Arzt- und Krankenhauskontakte bei den später Erkrankten deutlich an. Die Studie zeigt, dass bestimmte Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, wie Tinnitus und beidseitiger Hörverlust, bereits sechs bis zehn Jahre vor der Diagnose häufiger dokumentiert wurden.

Die Forscher hoffen, dass diese Erkenntnisse künftig helfen könnten, Alzheimer bei jüngeren Menschen früher zu erkennen. Es bleibt jedoch unklar, ob die Auffälligkeiten frühe Folgen der Alzheimer-Erkrankung sind oder andere Ursachen haben.