Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben einen neuen Ansatz zur Diagnose von Alzheimer entwickelt. Ein neuartiges Bluttest-Verfahren soll es ermöglichen, die Erkrankung deutlich zuverlässiger und präziser zu identifizieren als bisherige Methoden.
Kombination von Biomarkern erhöht Genauigkeit
Der wissenschaftliche Durchbruch basiert auf der gezielten Kombination spezifischer Biomarker im Blut, namentlich eMTBR-tau243 und p-tau217. Diese Kombination erlaubt es, Ablagerungen im Gehirn – sogenannte Tau-PET-Signale – mit hoher Genauigkeit nachzuweisen. Bisher waren für eine solch präzise Diagnose oft aufwendige und invasive Verfahren wie eine Nervenwasseruntersuchung (Liquor-Analyse) oder spezielle bildgebende Verfahren notwendig.
Die neue Methode könnte die diagnostischen Möglichkeiten in der neurologischen Praxis erheblich erweitern. Durch die verbesserte Früherkennung erhalten Patienten die Chance, früher mit therapeutischen Maßnahmen zu beginnen, was den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann. Die Forschungsergebnisse unterstreichen den Fortschritt bei der Entwicklung minimalinvasiver Diagnosewerkzeuge für neurodegenerative Erkrankungen.
